Vom Arzt verordnet

Das Bild zeigt ein Blutzuckermessgerät.

Wenn ältere pflegebedürftige Menschen akut, beispielsweise an einem grippalen Infekt erkranken, kann der behandelnde Arzt die Kontrolle von Puls, Blutdruck und Temperatur verordnen.

Auch das Krankheitsbild Diabetes Mellitus ist weit verbreitet. Hier verordnet der Arzt die Kontrolle des Blutzuckers sowie bei Bedarf das Spritzen von Insulin.

Maßnahmen wie Blutdruck- oder Blutzuckermessungen nennt man Behandlungspflege. Die Behandlungspflege ist ein Paket von Maßnahmen, die von einem Arzt angeordnet und von geschulten Pflegekräften ausgeführt werden. Die Behandlungspflege soll mit ihren Leistungen pflegebedürftige Personen bei der Heilung oder Verbesserung der Krankheit unterstützen oder dabei helfen, eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern. Teilweise wird Behandlungspflege auch angeordnet, um einem Krankenhausaufenthalt vorzubeugen.

Leistungen der Behandlungspflege nach SGB V sind: 

  • Blutdruckmessung
  • Blutzuckermessung
  • Kompressionsstrümpfe und -verbände
  • Drainagen, Überprüfung und Versorgung
  • Einlauf, Klistier, Klysma
  • Infusionen: Wechseln und erneutes Aufhängen
  • Inhalation
  • Injektionen und Richten von Injektionen
  • Katheter: Versorgung
  • Krankenbeobachtung
  • Magensonde: Legen und Wechseln
  • Medikamentengabe
  • PEG-Sonden-Versorgung
  • Stoma-Behandlung
  • Trachealkanülen-Management
  • Venenkatheter (Port), Versorgung
  • Wundverbände
  • usw.