Geldleistungen der Sozialhilfe (nach SGB XII)

Sich einem pflegebedürftigen Menschen zu widmen, ist eine anspruchsvolle und kostenintensive Aufgabe.

Nicht selten reichen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus, um die Pflege zu finanzieren. So kann es sein, dass Betroffene nicht in der Lage sind, für die Kosten aufzukommen. Genau dann kann die Hilfe zur Pflege des Sozialamtes eine Abhilfe schaffen. Hier übernimmt das Sozialamt als Ergänzung zur Pflegekasse die Kosten der Pflege.

Der Anspruch auf Hilfe zur Pflege besteht allerdings erst, wenn alle anderen finanziellen Mittel ausgeschöpft sind und auch die Angehörigen nicht für die Kosten aufkommen können.

Anspruch auf Hilfe zur Pflege haben die Personen, deren Selbständigkeit oder Fähigkeiten gesundheitlich bedingt beeinträchtigt sind. Entscheidend ist, dass die Möglichkeiten der Versorgung durch sich selbst oder Familienmitglieder erschöpft sind und die eigenen finanziellen Mittel nicht genügen.

Das Sozialamt leistet Hilfe zur Pflege, wenn eine Person nicht pflegeversichert ist, die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, wenn ein Hilfebedarf für mehr als 6 Monate besteht und das eigene Vermögen und Einkommen nicht ausreichen.

Leistungen der Hilfe zur Pflege sind:

  • Ambulante Pflege über einen Pflegedienst
  • Häusliche Pflege: Pflegegeld für Angehörige
  • Teilstationäre Pflege, wie Tagespflege
  • Kurzzeitpflege
  • Vollstationäre Pflege
  • Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
  • Verhinderungspflege
  • Pflegehilfsmittel
  • Taschengeld