Geldleistungen der Pflegekasse (nach SGB XI)

Pflegegeld

Pflegebedürftige erhalten je nach Pflegegrad monatliches Pflegegeld, wenn sie von ihren Angehörigen, Freunden oder anderen Privatbetreuern zu Hause gepflegt und betreut werden.

Pflegegrad 1     Kein Anspruch

Pflegegrad 2     316 €

Pflegegrad 3     545 €

Pflegegrad 4     728 €

Pflegegrad 5     901 €

Pflegesachleistungen

Pflegesachleistungen können Pflegebedürftige monatlich in Höhe ihres jeweiligen Pflegegrads beanspruchen, wenn sie sich durch einen ambulanten Pflegedienst zu Hause pflegen und betreuen lassen. Diese Sachleistungen zur Vergütung seiner Dienstleistungen rechnet der Pflegedienst dann direkt mit der Pflegekasse ab.

Pflegegrad 1     Kein Anspruch

Pflegegrad 2     689 €

Pflegegrad 3     1298 €

Pflegegrad 4     1612 €

Pflegegrad 5     1995 €

Kombinationsleistungen

Eine Kombinationsleistung aus Pflegegeld und Sachleistungen können Pflegebedürftige erhalten, wenn sie sowohl von Angehörigen oder Freunden als auch von einem professionellen Pflegedienst versorgt werden und zu Hause leben. Wenn also bspw. nur 20 Prozent der Pflegesachleistungen des ambulanten Dienstes benötigt werden, weil zum Beispiel die Haushaltsführung durch Freunde und Angehörige erledigt werden, erhält der Pflegebedürftige noch 80 Prozent Pflegegeld.

Verhinderungspflege

Bei Krankheit oder Urlaub pflegender Angehöriger gewährt die Pflegekasse Zuschüsse für die Verhinderungspflege. Dafür steht Pflegebedürftigen pro Jahr ein Betrag von 1.612 Euro für bis zu 28 Tage zur Verfügung. Bei Nichtnutzung von Kurzzeitpflege steigt der Anspruch für Verhinderungspflege sogar auf bis zu 2.418 Euro für bis zu 42 Tage im Jahr an.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag der Pflegekasse. Hiermit soll die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen gefördert werden.

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 bis 5 haben einen monatlichen Anspruch von 125 Euro.